Verlag Kiepenheuer & Witsch Hans Weiss/Ernst Schmiederer Asoziale Marktwirtschaft Buch bestellen
Euro 9,90, sFr 18,10
KiWi 914
ISBN 3-462-03643-2
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Pressestimmen

„Wer moralische Probleme damit hat, dass sich eine Gewerkschaftbank an internationalen Heuschreckengeschäften beteiligt, dem sei versichert: Es geht noch viel schlimmer. Konzerne existieren einzig, um Gewinne zu machen, und setzen sich dafür auch gerne über anerkannte Regeln hinweg - wie zum Beispiel die Pflicht, in angemessener Form Steuern zu zahlen, um damit indirekt für ein funktionierendes Sozialsystem zu sorgen.
Asoziale Marktwirtschaft liest sich wie ein Kriminalroman, bei dem am Ende alle vorkommenden Personen und Firmen dem eigenen Rechtsempfinden nach schuldig zu sprechen wären, auch wenn sie juristisch nicht belangt werden können.
Dieses Buch lässt mich mit einem Gefühlscocktail aus Wut, Ohnmacht und Fassungslosigkeit darüber zurück, dass alle hier veröffentlichten Details offenbar wahr sind, gab es doch nach der ersten Ausgabe weder Klagsandrohungen noch sonstige Reaktionen der beschriebenen Unternehmen.
Der eigentliche Skandal liegt dabei nicht in der Ungerechtigkeit gegenüber den Steuerzahlern, die von der Finanz wegen vergleichweise Peanutsbeträgen in den Ausgleich getrieben werden, sondern in der Verhöhnung der Menschen, die den Konzernen als Kunden gut genug sind, denen ebendiese Konzerne jedoch ein Stück Kindergarten, Bücherei oder öffentlichen Verkehr unter den Füßen wegziehen, weil sie ihre Verrechnung in ein Billigsteuerland verlegen. Und gleichzeitig auch noch die Dreistigkeit besitzen, mit "Geiz ist geil" zu werben.
Nikolaus Geyrhalter, Filmemacher und Produzent (z.B. Unser täglich Brot)“
Die Presse, Wien, 22. April 2006

„Die Autoren nehmen die Steuerpraxis nationaler und internationaler Großkonzerne unter die Lupe. Die Konzerne zahlen keine oder kaum Steuern, können im Gegenteil hohe Subventionen einstreichen und schreiben Gewinne, wenn auch nicht offiziell. Was das Buch interessant macht, sind die Details der Steuerpraxis. Unterhaltsam sind die ausführlichen Beispiel zur ehemaligen Steueroase Norderfriedrichskoog und zur Praxis der Pharmakonzerne.“
Bea Dorn, konkret, 1. Oktober 2005

„Wer gerne Kriminalromane liest, könnte hier eine alternative Lektüre finden. Zwar weit weniger Blut getränkt, aber von vielen Tätern und Millionen Opfern handelnd. Auf über 300 Seiten legen die Autoren dar, wie die Konzerne den Staat ausplündern. Was der Durchschnittsbürger bröckchenweise den Medien entnehmen kann und den Kopf schüttelnd schnell wieder vergisst: Hier kommen die verborgenen Spiele und und die handelnden Personen exemplarisch auf die Bühne.“
Zeitschrift für Humanwirtschaft, 1. Juli 2005

„Das Buch ist Pflichtlektüre für all jene, die verstehen wollen, wie konzernfreundliche Politik gemacht wird. Wir leben in Zeiten, die immer mehr Fragen aufwerfen. In diesem Buch werden die substantiellen Fragen aufgeworfen - und auf sensibel-beeindruckende Weise beantwortet. Ich wünsche den Autoren Millionen Leserinnen und Leser.“
Dr. Johann-Günther König, Buchautor (zuletzt: Finanzkriminalität, Suhrkamp 2003), 8. März 2005

„Das globale Monopoly: Auch der Pharma-Gigant Pfizer, das zeigen die Buchautoren Hans Weiss und Ernst Schmiederer, erzielte hierzulande im Jahr 2000 nur zwei Prozent Gewinn - bezogen auf den Umsatz in Deutschland. Im europäischen Schnitt aber schaffte der Viagra-Hersteller eine Umsatzrendite von 33 Prozent“
Wiolfgang Reuter, Der Spiegel, 14. Februar 2005

„Die Schilderungen der Fallbeispiele sind auch für Leser interessant, die eine andere Weltanschauung haben als die Autoren. Deren Recherchen gehen oft bis in die Einzelheiten, es wird dargelegt, wie Konzerne - es geht im Buch vor allem um die deutsche Optik - ihre Steuern optimieren. Die Autoren recherchierten teilweise verdeckt als Kunden oder Anleger, um die Mechanismen der Steuervermeidung in Firmen, Banken oder in Steueroasen zu erkunden. Hinzu kommen längere Passagen, in denen Steuerexperten, Behörden oder Steuerfahnder zu Wort kommen - oft auch zur Stützung der Weltanschauung der Autoren.“
Gy, Neue Zürcher Zeitung, 13. Februar 2005

„Ein Buch, das nicht aus der Hand legen kann, wer einmal mit der Lektüre begonnen hat. Spannend, unfassbar“
Christian Lukas, Stadtblatt Osnabrück, 1. Februar 2005

„Ein äußerst informatives, spannendes, anregendes Buch.“
H. Strommer, Raiffeisen Zeitung, 1. Februar 2005

„Asoziale Marktwirtschaft - keine Sorge, hinter diesem Titel verbirgt sich weder eine neoliberale Abrechnung mit dem Sozialstaat, noch ein weiterer Abgesang auf das Modell Deutschland. Was die Wirtschaftsjournalisten Weiss und Schmiederer in ihrem neuen Buch bieten, ist handfeste Munition beim Kampf um die Deutungshoheit zu Fragen wie: Warum ist der Staat pleite? Was ist legal? Und: warum ist es das?“
Zitty, 1. Februar 2005

„... ein überflüssiges Buch ...“
Markus Scheffler, Netzzeitung.de, 19. Januar 2005

„Die intelligenten Recherchen von Weiss und Schmiederer zeigen an exemplarischen Beispielen, wie sich Großunternehmen mittels kreativer Buchhaltung an der Börse reich, vor dem Finanzamt aber arm rechnen und so Steuern sparen.“
Dieter Janke, Neues Deutschland, 17. Januar 2005

„Das aktuelle Buch:
Vom Versagen der Steuerpolitik. Nicht oft schaffen es Wirtschaftsbücher in den Bestsellerlisten bis ganz oben. Ernst Schmiederer und Hans Weiss haben das geschafft und bekommen den "Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis".
Wirklich lesenswert sind die Kapitel, die die Steuerpraxis etwa im deutschen Norderfriedrichskoog beschreiben, einem Ort ohne Gewerbesteuer: Töchter der Deutschen Bank, die in winzigen Zimmern neben Kuhställen riesige Firmenbeteiligungen verwalten. Die mit real existierenden Beispielen gezeigten Auswirkungen der Steuerpolitik machen das Buch empfehlenswert.“
Michael Moravec, Der Standard, Wien, 21. Dezember 2004

„Erstaunlich ist, mit welcher Selbstverständlichkeit die Politik die Steuerflucht ihrer Unternehmer akzeptiert. Einigermaßen verblüffend ist, dass die Gewerkschaften bei den Tricksereien mitspielen, denn bei vielen großen Konzernen sitzen sie im Aufsichtsrat und dort werden die Steuerumgehungen abgesegnet. Vodafone lässt täglich grüßen.“
Johannes Kaiser, SWR Politik, 27. November 2004

„Günter Wallraff war einst "ganz unten" unterwegs. Hans Weiss und Ernst Schmiederer sind es "ganz oben". Dort, wo die Global Player spielen, die Steueranwälte tricksen und Juristen elegante Holdingkonstruktionen basteln: Steuern vermeiden und Gewinne einfahren.
Manager und Anwälte, Steuerprüfer und Vermögensverwalter sprachen mit Weiss und Schmiederer gegen die Zusicherung absoluter Anonymität und überließen ihnen Memoranden und Listen, Akten und Interna. In diesen Regionen der Finanz- und Wirtschaftsrechtsakrobatik ist die Luft dünn. Kein Wunder, wenn es den Lesern dieses atemlos recherchierten und atemlos geschriebenen Buches auch den Atem verschlägt. Weiss/Schmiederer häufen, stets verifiziert und gegengecheckt, Vorgang auf Vorgang auf, was die "Asoziale Marktwirtschaft" hergibt. Das Buch belegt in erster Linie die Unfähigkeit der Politik, zeigt grobe bis gröbste handwerkliche Fehler in Kombination mit teils grotesker Naivität, was die Folgen sogenannter Reformen angeht. Nationale wie internationale Politik lassen das Ausplündern nicht nur zu, sondern fördern - Subventionen sind da nur die Spitze des Eisbergs.“
Alexander Kluy, Financial Times Deutschland, 10. November 2004

„Was da läuft und wie es läuft, wenn Konzerne kaum noch Steuern zahlen, das haben Hans Weiss und Ernst Schmiederer in ihrem Buch "Asoziale Marktwirtschaft" ideenreich recherchiert. Mal firmiert einer der Autoren als Vertreter einer slowakisch-amerikanischen Investmentgruppe, mal ermittelt der andere als Export-Import-Kaufmann die unglaublichen Preisgestaltungen von Pharma-Firmen, etwa bei Viagra und Aspirin. Das verschlägt einem die Sprache.“
Stefan Welzk, Tagespiegel, Berlin, 25. Oktober 2004

„Das aufregendste Buch seit langem. Jeder Euro, den Sie für den Kauf dieses Buches ausgeben, ist ein gut investierter Euro.“
Alfred Worm, bekanntester Aufdeckerjournalist Österreichs bei der Buchpräsentation in Wien, 18. Oktober 2004

„Gut recherchiert, flott geschrieben, eine Prise reißerisch.“
TAZ, Tageszeitung, Berlin, 9. Oktober 2004

„Konzernmanager und Wirtschaftsanwälte erläutern die Steuertricks der Konzerne. Konzernbetriebsprüfer schildern, wie Multis ihre Gewinne verschieben und wie die Arbeit der Finanzbehörden von Politikern behindert wird.“
Wirtschaftsblatt, Tageszeitung, Wien, 6. Oktober 2004

„Die Autoren beschreiben in ihrem Buch, wie die Welt hinter den dick gepolsterten Türen aussieht, wie Konzerne Milliardensubventionen kassieren anstatt Steuern zu zahlen, in welche Steuerparadiese Konzerne wie die Deutsche Bank oder der Pharmakonzern Pfizer (Viagra) ihre Gewinne verschieben, wie der Konzern Unilever (Omo, Langnese) aus steuerlichen Gründen Firmen hin- und herschiebt, gründet und wieder liquidiert.
Konzernbetriebsprüfer schildern, wie Multis ihre Gewinne verschleiern. Brüsseler Insider berichten, wie Konzern-Lobbyisten Druck auf die EU-Kommission ausüben. Wirtschaftsanwälte erläutern die Steuertricks der Multis. Zusätzlich zeigen Tabellen, welche Konzerne den Staat besonders schamlos ausplündern.“
APA - Austria Presse Agentur, 6. Oktober 2004

„Die Autoren berichten Details über Steuergeschenke und Subventionen für Konzerne, über die Macht der Lobbyisten und die Willfährigkeit der Politiker.“
Süddeutsche Zeitung, 2. Oktober 2004

„Die fiesen Tricks der Multis. Ein neues Buch analysiert, wie sich große Konzerne steuerschonend sanieren, während der Mittelstand immer mehr abgeben muss.“
Format, Wochenzeitschrift, Wien, 1. Oktober 2004

„Milliardensubventionen kassieren ja, Steuern zahlen nein. Wie Konzerne mit gezielten Methoden den Staat ausplündern.“
Datum, Monatszeitschrift, Wien, 1. Oktober 2004

„Die Autoren haben recherchiert, wo sich die beliebtesten Steueroasen zwischen den Schweizer Bergen und den Palmenstränden von Dubai befinden, welche Rolle Anwälte, Berater und Steuerprüfer spielen, und wie sich die Konzerne mit fetten Gewinnen Subventionen unter den Nagel reißen.“
Solidarität, Monatszeitschrift des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, 1. Oktober 2004

„Die aktuelle Neuerscheinung zur Buchmesse“
Hessischer Rundfunk, 30. September 2004

„Ein politisches Buch. Akribisch recherchiert. Flott geschrieben.“
Falter, Wochenzeitschrift, Wien, 29. September 2004

„Das Buch beschreibt, wie große Konzerne die Finanz umgehen und den Staat um Milliarden bringen.“
profil, Wochenzeitschrift, Wien, 27. September 2004

„Neues Buch rügt: Trickreich, aber legal zahlen Konzerne zu wenig Steuern. Während die Bürger den Gürtel enger schnallen müssen, tragen große Unternehmen immer weniger zum Gemeinwohl bei.“
Kurier, Tageszeitung, Wien, 27. September 2004

„Konzerne und ihre Steuertricks. Das Geld der Konzerne ist hochmobil und wandert in die Steuerparadiese“
Oberösterreichische Nachrichten, Tageszeitung, Linz, 27. September 2004